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Gründung einer Allianz seriöser Anbieter?

Dieses Thema im Forum "Über das Webhosting Business" wurde erstellt von Bitpalast®, 12 November 2016.

  1. Bitpalast®
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    Im Internet entstehen derzeit immer mehr unlautere Webhosting- und Webspace-Angebote, die seriösen Anbietern schaden. Kunden können nicht mehr zwischen gut und schlecht unterscheiden. Der Ruf seriöser Kleinanbieter leidet, weil Kunden, die schlechte Erfahrungen mit unseriösen Anbietern gemacht haben, davon ausgehen, dass auch andere falsche Werbeversprechen machen. Es wird dadurch zunehmend schwieriger, mit echten, tatsächlich vorhandenen Leistungen zu werben und Kunden zu überzeugen.

    Manche unseriösen Anbieter werben in Preisportalen mit scheinbar günstigen Preisen, die Kunden dann aber beim Besuch der Homepage der Anbieter gar nicht buchen können. Damit erschleichen sie sich bessere Ergebnispositionen in Preisvergleichen – für Preise, die sie eigentlich gar nicht anbieten.

    Andere Anbieter werben mit Mitgliedschaften durch Abbildung der Logos der Vereinigungen, z.B. der DeNIC, deren Mitglied sie gar nicht sind.

    Manche erstellen scheinbar „private“ Projekte, bauen die aber so auf, dass es eigentlich geschäftsmäßige Betriebe sind. Mit dem Hinweis auf den vermeintlich privaten Charakter werden wettbewerbsrechtliche Bestimmungen umgangen.

    Manche Betriebe haben Mitarbeiter auf ihren Homepages präsentiert, die dort gar nicht arbeiten.

    Andere wiederum nutzen das TOR-Netzwerk, um mit unterschiedlichen IP-Adressen reihenweise falsche „gute“ Bewertungen in Vergleichsportale einzutragen. Die Portalbetreiber können wegen der unterschiedlichen IPs die Falschbewertungen nicht erkennen, so dass die betrügerischen Anbieter damit durchkommen.

    Manche lassen Einrichtungspreise in der Werbung weg, die dann kurz vor Buchungsschluss eingerechnet werden.

    Es gibt dutzende Beispiele, die aktuell dabei sind, eine ganze Branche in Verruf zu bringen. Das alles ist nicht im Sinne eines fairen Wettbewerbs seriöser Anbieter.

    Die seriösen Anbieter brauchen eine Branchen-Allianz. Eine Vereinigung, in der wir uns gegenseitig dazu verpflichten, uns fair und wettbewerbsrechtlich korrekt zu verhalten. Uns auch gegenseitig verpflichten, uns miteinander außergerichtlich und ohne Abmahnung über als problematisch empfundene Werbemaßnahmen zu verständigen. Aber auch eine Allianz, die gemeinsam gegen unlautere Anbieter vorgeht, ggf. auch gerichtlich. Eine Allianz, bei der nur Mitglied sein kann, wer sich einem fairen Wettbewerb stellt. Dafür sollte diese Gruppe bekannt werden und durch ein entsprechend verbreitetes Qualitätssiegel gegenüber Kunden ein klares Zeichen setzen. Ein Zeichen, das nicht inflationär an jeden vergeben und von jedem genutzt werden kann, sondern die Einhaltung harter Kriterien verlangt. Ein Club für seriöse Anbieter. Eventuell zu ergänzen durch legales, vertraglich abgesichertes Informationssystem über Zahlungsausfälle oder anderweitig unseriöse Kunden.

    Gibt es neben Bitpalast weitere Betriebe, die sich an so einer Allianz seriöser Anbieter beteiligen möchten?
     
  2. JABA
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    Ich stelle mir nur die Frage, wie macht man sowas das sowas auch anerkannt wird, besonders für die Kunden. Denn sowas gibt es ja schon, siehe Hosttest oder Webhostlist mit deren Status "Premium Weboster" etc...

    Was bringt einem ein Status der käuflich erworben wurde?

    Die Allianz? Wie prüft die denn, dass der Inhaber aus der IT kommt? Wer bestimmt wer seriös ist und wer nicht? Welche Anforderungen gibt es und wie werden die geprüft?

    Ich würde mir ein Tüv für diese Branche wünschen, den man sich nicht käuflich erwirbt, sondern durch Prüfung der Betriebe/Produkte. Wie Bitpalast schon sagt, finde ich es verwunderlich, wie kleine Unternehmen so viele positive Bewertungen haben. Würden wir aktiv, bei jedem Supportticket, den Kunden auffordern uns in einem Portal zu bewerten, würden wir wohl eher die Kündigung erhalten als eine Bewertung. Ich persönlich gebe auch nie eine Bewertung ab, würde auch kündigen wenn ich aufgefordert werden bzw. belästig werde irgendwo eine Bewertung abzugeben.

    Auch die Argumentation der Kunden, kein one-man-show ist eigentlich total schwachsinnig. Auch ein Unternehmen mit 20 Mitarbeiter, kann von heute auf morgen zu machen, wenn der Inhaber Pleite geht oder verstirbt. Wer so denkt, darf nur zu Unternehmen gehen die durch Investoren geführt werden. Denn die werden nicht von heute auf morgen zu machen, eher von heute auf morgen an den anderen Investor verkauft. Allerdings ist dort der Service entsprechend.

    Somit kann eine Allianz nicht funktionieren, die in der Gesellschaft kein Status hat. Sowas kann nur von einem unabhängigen Verein kommen, der einen Stellenwert wie der Tüv oder Stiftung Warentest hat.

    Diskussion eröffnet!
     
  3. MichaelSchinzel
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    Ich frage mich, warum du dich so mit solchen Anbietern beschäftigst @Bitpalast® - Ich habe auch die Diskussionen auf der WHL verfolgt zu den Anbieter der kürzlich über den Jordan gegangen ist. Seit unserer Unternehmensgründung 2007 habe ich mich noch nie mit Webhostern beschäftigt, die Ihre Server bei Hetzner mieten und mit Standard Plesk Webhosting Pakete verramschen. Warum? Weil mir meine Zeit dafür zu schade ist. Denn irgendwann kommt bei diesen Anbietern der Punkt, wo das Kartenhaus zusammenbricht und der Aufwand so weit steigt, dass der damit verbundene Ertrag in keinem Verhältnis dazu steht. Der Markt reguliert sich an dieser Stelle ganz von selbst und manchen Kunden ist das einfach egal, Hauptsache Billig. Das sieht man immer wieder an aktuellen Beispielen.


    Wer Stabilität, Verfügbarkeit und langfristige Zusammenarbeit sucht, der weiß auch, dass es das nicht für 5 Cent pro Monat gibt, dafür braucht man keine Allianz. Wer billig billig sucht der wird immer wieder auf solche Anbieter reinfallen und vom Einen zum Anderen umziehen. Unterm Strich kostet das den Leuten aufgrund der Domainkosten manchmal sogar mehr als direkt zu einen richtigen Anbieter zu gehen :)


    Für mich persönlich ist der Maßstab, dass ich nicht bei Firmen kaufe, die kleiner sind als mein eigenes Unternehmen. Dabei meine ich nicht Freelancer sondern Hardwarelieferanten, Rechenzentrumsdienstleister, Inkassounternehmen, ... Bislang wurde ich so noch nicht von meinen Zulieferern enttäuscht. Vielleicht zahle ich dadurch an der Ein oder Anderen Stelle 5 € mehr, allerdings funktionieren meine Geschäftsprozesse und ich muss keine Angst haben im Jahr X mal meinen Domainbestand zu einen neuen Anbieter zu transferieren. Das absolute NO GO ist dabei die Rechtsform UG. Wenn ein Unternehmen schon mit einer UG auftritt impliziert das lediglich - Ich habe nicht genug Geld eine GmbH zu gründen - dafür braucht man gerade einmal 12.500 €.
     
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  4. JABA
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    Das Thema hatten wir ja schon mal und ich sehe hier nicht, warum deine Firma nun besser sein soll, nur weil deine Server bei Accelerated IT stehen, statt bei Hetzner/OVH und co.?

    Man kann bei Accelerated IT, ebenfalls Desktop Hardware hinstellen. Und bei Accelerated IT ist die Gefahr größer, dass das Unternehmen zu macht als bei Hetzner/OVH.

    Und auch gleich den Webhoster abzustempeln ein Server für 30€ von Hetzner zu mieten, ist eine böse Vermutung mehr auch nicht.

    Wir haben zwar auch einen Server bei Hetzner, aber auch nur um den Markt "Made in Germany" gerecht zu werden. Ansonsten stehen die Server bei OVH, aus folgenden Gründen:

    1) Unglaubliche Bandbreite
    2) Beste Verbindung zu der ganzen Welt
    3) DDoS Schutz und eine sehr gute Hardware Firewall
    4) SLA

    Ich sag absolut nichts gegen Accelerated, ich kenne den Nico seit der Zeit bei tecshells. Ein sehr guter Mann! Allerdings würde Accelerated eher in Frage kommen, wenn ich Gameserver anbieten würde. Für normales Webhosting sehe ich keine Vorteile, eher Nachteile.

    Somit macht eine Allianz überhaupt keinen Sinn, der Markt ist zu umkämpft als das die Konkurrenz nicht schlecht über einen reden würde. Wie ich schon sagte, macht sowas nur sinn wenn es eine unabhängige Einrichtung sowas gründet.
     
  5. Webworker Berlin
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    Wie jetzt ? Das ist nun aber seriös was hier von Ihnen kommt ?

    In meinen Augen ist das was Sie hier betreiben das unseriöseste was es gibt.
    Verschenken Sie Ihre Hostingpakete und ich werde nicht wechseln !
    Schreiben Sie mich bitte weder hier noch sonstwo nie wieder an oder erwähnen meinen Namen ! Auf derartig schlechtes Gebuhle um Kunden habe ich keine Lust.
     
  6. JABA
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    Vielen Dank dafür @Webworker Berlin !

    Das ist genau das was ich meine! Eine Allianz wo die Konkurrenz die Produkte der anderen indirekt schlecht macht?
     
  7. MichaelSchinzel
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    Ah das ist super. Eine sehr gute Frage. Was macht eine Firma besser/anders als eine Firma die sich Server bei Massenhostern mietet und dann mit Standard Software Webhosting Angebote im Centbereich auf dem Markt wirft.


    Das Ganze fängt schon an bei der grundsätzlichen Hardwarefrage. Bin ich Herr über meine eigenen Server oder bin ich in Abhängigkeit eines größeren Anbieters. Mit eigenen Servern bestimme ich, was wie wann wo gemacht wird. Niemand schaltet einen direkt ab, wenn einmal eine Abuse E-Mail kommt, niemand gibt mir vor, welche Hardware ich zu verwenden oder zu verbauen habe. Bis auf den letzten RAM Riegel bestimme ich, welche Marken / Hersteller verbaut werden. Ich stelle sicher, dass Ich neue Festplatten in die Server bekomme wenn mal ein Austausch anliegt, ich lege fest, ob meine Kunden auf Neuer-, Desktop- oder Serverhardware laufen. Wenn wir feststellen - Seagate Festplatten fallen oft aus, dann sage ich, verbaue ich keine Seagate Festplatten mehr. Kein anderer Anbieter entscheidet in dem Punkt für mich.


    Weiter geht es mit dem allgemeinen Know How. Wie warte ich einen Server? Wie installiere ich einen Server? Wie konfiguriere ich einen Server? Wie sind meine Backupzyklen? Wie mache ich überhaupt Backups? Wie überwache ich, ob ein Backup funktioniert hat? .... Es steckt eben weit mehr dahinter als das 1-Klick Install Image zu bedienen und über Plesk Panel ein paar Pakete zusammen zu klicken. Ein gewisses technisches Verständnis ist hier das A und O sowie ein Konzept. Das fehlt leider im Regelfall. Viele sehen - 39 € Server mit Plesk Lizenz? Ach da kann ich auch Webhosting machen und für 10 Cent vermieten bis die Festplatte voll ist.


    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Abgrenzung. Wie willst du dich von anderen Anbietern am Markt abgrenzen, wenn du einen Server von der Stange mietest? Im Grunde ist die Hardware und Software Einheitsbrei. Wenn ich dir quasi Konkurrenz machen will, dann miete ich mir bei Hetzner einfach den gleichen Server und installiere das Selbe Panel. Dann ziehe ich von deinem Preis 10 % ab und umwerbe deine Kunden. Wie schützt du dich vor so etwas? Wo bleibt hier die Diversifikation?


    Noch ein Punkt ist - du schaffst mit eigenen Systemen Vermögenswerte. Ein gewisses Bestandsvermögen an Serversystemen macht sich immer gut wenn es um eine Firmenbewertung geht oder du für weitere Investitionen Fremdkapital brauchst.



    Sehe ich anders. Bei großen Unternehmen ist es wahrscheinlicher, dass der Kapitalismus zuschlägt und wie HEG einfach das Rechenzentrum nach Frankreich verlegt wird. Gerade wenn im Hintergrund noch Investment Heuschrecken agieren. Mit zwischenzeitlich 9 Stunden Autobahn Ausfallzeit. Wenn uns sowas passieren würde einfach so mit 3 Monaten Vorlaufzeit könnte wir danach zu machen.




    Wenn das für die Kunden soweit kein Problem ist. Für unsere Kunden wäre das absolut ein Problem. Gerade für die Kunden die von OVH / Hetzner zu uns kommen.




    Sehe ich leider ebenfalls anders. Wir haben eine Vielzahl von Kunden die gerade im Bereich Hochverfügbare Clusterumgebungen Lösungen brauchen. Für diesen Betrieb ist ein direkter Draht zum Rechenzentrum erforderlich. Wenn eine Festplatte ausfällt oder ein Cluster steht warum auch immer brauche ich jemanden vor Ort den ich anrufen kann und der sich schnell um das Problem kümmert. Ich rufe an und spreche mit den Techniker auf der Colocationfläche und das ohne mich 2 Stunden durch ein Ticketsystem oder eine Hotline zu quälen. Ich kann Tickets hoch priorisieren und man arbeitet nicht als eine unbekannte Nummer von vielen. Wenn bei uns ein Webhostingcluster ausfällt mit 400 Kunden steht das Telefon hier nicht still, dann brauche ich einen verlässlichen Technikpartner vor Ort der sich meinem Problem schnell annimmt und keinen Glücksfall wenn es mal schnell geht oder Pech wenn es mal langsam geht.


    Für ein bisschen Webhosting mag das alles reichen bei den großen Massenhostern, aber sobald es speziell wird und es auf Reaktionszeiten ankommt wird das meist schwieriger, gerade weil man die Prozesse im Hintergrund oftmals nicht kennt.
     
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  8. Webworker Berlin
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    Der Preis ist mir vollkommen egal wenn er im Bereich Preis = Leistung liegt. Ich betreue Webseiten überall. Hetzner, Strato, HE usw usf. Und für mich selber ist es nunmal Gn2 weil da Preis und Leistung zusammen passen. Dieses Miesgemache und Allianzgesabbel um gemeinsam mies machen zu können ist unnötig. Da ich selber nicht Hoste sondern das Hoster machen lasse, hier ein Tip den mit Sicherheit eh jeder kennt nur leider zu selten beherzigt.
    Glänzt mit qualitativ hochwertigem Support.
    Und wenn der Geld kostet, hoch mit dem Preis. Der Kunde dankt es genau dann wenn er im Problemfall darauf zurückgreifen muß.
     
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  9. Bitpalast®
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    @ den, dessen Name ich nicht erwähnen soll: Ich [Peter Debik] habe Sie in einer privaten Nachricht als Antwort auf Ihren Beschwerde-Post über Host Europe freundlich eingeladen, etwas Neues auszuprobieren. Ich freue mich, wenn Sie mit Ihrem weiteren Anbieter zufrieden sind, finde es aber durchaus seriös, Ihnen ein Angebot zu nennen, was weniger kostet und mehr leistet als Ihr aktueller Anbieter. Ich bitte um Entschuldigung, dass Sie diese Einladung offenbar sehr gestört hat. Sie werden sicher keine weitere von mir erhalten.

    @MichaelSchinzel, @JABA: Ich sehe kein Problem darin, dass wir alle im gleichen Geschäftsfeld sind und sich Zielgruppen überschneiden. Sie bringen beide eine sehr hohe Qualität bei Ihren Leistungen und verhalten sich im Wettbewerb fair und regelkonform. Ich schätze Sie beide sehr. Wenn sich ein Kunde für einen qualitativ hochwertigen Anbieter entscheidet, ist das immer in Ordnung. Es ist sogar für andere seriöse Betriebe sehr gut, weil der Kunde eine gute Erfahrung macht, mit seinem Anbieter zufrieden ist und bei einem eventuellen späteren Wechsel davon ausgeht, dass auch ein anderer Anbieter grundsätzlich gut für ihn ist. Ich würde niemals hier etwas veranlassen, was Sie belastet, weil Sie meiner bescheidenen Meinung nach gut für das Image der Branche sind. Mal wählt der Kunde den einen, mal einen anderen Anbieter. Jeder hat seine Vor- und Nachteile. Dennoch kann man bei Fragen, die alle angehen, eine Kooperation finden, ohne sich gegenseitig dabei zu bekriegen. Fragen des Wettbewerbsrechts und eventuell später auch der Zahlungsmoral sind Themen, die alle Anbieter betreffen.

    Gründete man eine Genossenschaft (bei genügend Teilnehmern) oder einen Verein, ist dieser eine unabhängige Instanz für eine Zertifizierung. Es werden dann die Maßstäbe angelegt, die für alle Mitglieder von Genossenschaft oder Verein gelten. Insofern wäre ein entsprechendes Zertifikat/Prüfsiegel auch unabhängig, weil kein einzelner die Vergabekriterien bestimmt, sondern jeder in einem demokratischen Verfahren in der Gruppe seine Argumente einbringen kann, warum er bestimmte Kritieren für einen "seriösen" Anbieter wichtig findet. Ein Zertifikat/Prüfsiegel kann von so einem Verein nicht mit Geld erkauft werden wie in Preisvergleichsportalen, sondern muss erarbeitet sein, z.B. "Hoster länger als drei Jahre aktiv.", "Hoster von drei anderen Hostern als fairer Marktpartner anerkannt" (nur ein Symbol-Beispiel).

    So ähnlich entstand einmal die Idee zum heutigen "TÜV": 1866 schlossen sich nach einer Dampfkessel-Explosion mehrere teils im Wettbewerb untereinander stehende Dampfkessel-Besitzer zusammen, um die Sicherheit ihrer Systeme zu gewährleisten. Alle Teilnehmer profitierten. Anderes Beispiel "Druck-Industrie": Dort gibt es Strategie-Arbeitskreise (z.B. via Seyfarth Management), in denen sich mehrere Druckereien treffen und austauschen, obwohl sie grundsätzlich miteinander im Wettbewerb stehen. Und schließlich sieht man auch im großen Stil bei Lobby-Verbänden, dass es nützlich sein kann, sich für gemeinsame Interessen zusammenzuschließen, auch wenn man in einem harten Wettbewerb miteinander steht, z.B. Verband der Chemischen Industrie e.V.

    Ich nehme aber auch zur Kenntnis, dass wir von so einer idealen Lage offenbar noch einige Schritte entfernt sind. Lassen Sie uns darüber im Gespräch bleiben. Mir war wichtig, erstmal überhaupt zu signalisieren, dass mein Betrieb sich so eine Kooperation grundsätzlich gut vorstellen könnte.
     
  10. Webworker Berlin
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    Posten Sie Ihre Angebote offen und nicht in PN. Das ist in meinen Augen unseriöse Abwerbung. Und es spricht daher nicht positiv für Ihr Unternehmen. Daher betrachte ich das auch nicht als Antwort auf mein Posting wenn es per PN kommt.
    Sollte mir die Leistung meines Hosters zu niedrig erscheinen, werde ich das gerne mit Ihm ausdiskutieren. Was ich mir nicht vorstellen kann. Denn ich selber und viele meiner Kunden sind dort in guten Händen.
     
  11. HostelMan
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    Oha. Das ist ja schnell eskaliert. :eek: Aber immerhin nobler Gedanke...
     
  12. Ciro
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    well that escalated quickly....
     
  13. aulin
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    Es gibt immer und überall schwarze Schafe. Versuche deine Qualität (Support, Verfügbarkeit, ...) zu steigern, dann hebst du dich über lang oder kurz ganz alleine von unseriösen Anbietern ab
     
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