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Reseller: Rechtliche Frage

Dieses Thema im Forum "Reseller Hosting" wurde erstellt von Kirschblüte, 31 März 2014.

  1. Kirschblüte
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    Kirschblüte Neues Mitglied

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    Hallo.

    Ich hoste etwa 8 kleine Webseiten für Kunden auf meinem vServer. Meine Hauptdienstleistung besteht eigentlich aus Konzept, Design und Umsetzung von Webseiten, gerade kleinen Kunden von lokalen Geschäften biete ich aber meist gegen eine geringe Gebühr auch das Hosting an. An ein Reseller-Paket habe ich bisher noch nicht gedacht, weil der Umfang des Hostings bisher bei mir wirklich klein war und für die aktuellen Kundenseiten kaum Administrationsaufwand anfällt.
    In letzter Zeit kamen jedoch häufig auch größere Anfragen von Neukunden hinzu, die neben Design und Umsetzung auch das Hosting von mir beziehen möchten.

    Ich überlege daher nun, ob ein Reseller-Paket langfristig doch sinnvoller wäre. Was mich aber an dieser Stelle beschäftigt sind rechtliche Fragen zur Haftung bezüglich den Inhalten der Webseiten. Für alle Seiten, die ich bisher hoste mache ich jede Änderung für den Kunden selbst, auch wenn es nur Textänderungen sind. Ich weiß also genau, welche Inhalte auf den Seiten sind. Bei den neuen Projekten möchten die Kunden aber das Redaktionelle selbst übernehmen. Wer aber haftet bei einem Reseller-Paket, wenn eine Seite fragliche Inhalte aufwerfen würde? Der Kunde oder ich, weil ich die Seiten hoste und das Paket betreue?
     
  2. Mercator1972
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    Mercator1972 Premium Webhoster

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    Ich zitiere hier einen Beitrag von RA Michael Seidlitz, der meiner Meinung hier recht passend ist (Keine Rechtsberatung meinerseits!!!)
     
  3. OlafSchmitz
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    OlafSchmitz Guest

    Hallo,
    das Problem an konkreten Fällen ist meist nicht die Rechtslage, sondern vielmehr die Umsetzung dieser, also zum Beispiel die konkrete Beweisführung. Wie kann man dem Hoster die Kenntnis der Rechtsverletzung nachweisen? Ich würde spontan behaupten eigentlich gar nicht.

    Ein wenig kontrovers dazu ist, wie ich finde, die Rechtslage bei einem persönlichen Internetanschluss. Wenn nämlich dort jemand Fremdes über dein WLAN illegale Downloads tätigt, bist trotzdem du als Inhalber des Anschlusses derjenige der haftet. Da fragt auch niemand, ob man Kenntnis der Rechtsverletzung hatte oder nicht.

    MfG Olaf
     
  4. Mercator1972
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    Mercator1972 Premium Webhoster

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    Autsch, das ist als Hoster ein Nogo. Und nun geh in dich und frage den Hessische Datenschutzbeauftragten Prof. Dr. Michael Ronellenfitsch.

    LG

    Thomas
     
  5. MichaelSchinzel
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    MichaelSchinzel Premium Webhoster

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    Oh mein Gott :) Auf Ihren PC eine Sicherheitskopie? Da können Sie aber nicht viele Kunden haben, dafür gibt es normalerweise Backupstorages. Zumal unvorstellbar was passiert, wenn Sie einen Virus auf Ihren privaten PC haben und die Daten abhanden kommen. Und was passiert im Fehlerfall? 3 h Daten Upload über eine schmale DSL Leitung? Aber Daten zu sicher und Daten / Inhalte prüfen sind zwei paar Schuhe. NSA lässt hier grüßen.
     
  6. hostinger
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    hostinger Hosting-Anbieter

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    Meiner Ansicht nach ein Nogo, doch in letzter Zeit sieht man in den AGB's grösserer Hosting-Anbieter immer wie mehr, dass sich diese das Recht vorbehalten, die Daten der Kunden zu "Sicherheitszwecken" durchzusuchen.
     
  7. CyberServer
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    CyberServer Neues Mitglied

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    Arndt Joachim Nagel, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Informationstechnologierecht schreibt auf der Seite http://www.it-recht-kanzlei.de/providerhaftung-stoererhaftung.html

    3. Haftung des Host -Providers

    Host-Provider ist derjenige, der fremde Informationen und Inhalte auf seinem eigenen Webserver und den eigenen Seiten einstellt. Entscheidend ist insofern, dass nach den Gesamtumständen nicht der Eindruck entsteht, es handele sich um ein eigenes Angebot des Anbieters.

    Ein Host-Provider ist gemäß § 10 TMG grundsätzlich nicht für fremde Inhalte bzw. Rechtsverletzungen verantwortlich. Der Anbieter ist allerdings dann haftbar, wenn er positive Kenntnis hat, d.h. wenn nachweisbar ist, dass er von der Rechtswidrigkeit der Inhalte wusste. Auch wenn nachgewiesen werden kann, dass der Host-Provider starke Verdachtsmomente hegte, jedoch keine Klärungsbemühungen unternommen hat, kann er haftbar gemacht werden. Besteht also der Verdacht, dass die gehostete fremde Seite einen rechtswidrigen Inhalt hat, muss entweder sofort der Zugang zu der Seite gesperrt werden oder die jeweiligen Informationen müssen unverzüglich entfernt werden.

    Obwohl Host-Provider bei Kenntnis rechtswidriger Inhalte zur Sperrung bzw. Entfernung verpflichtet sind, trifft sie gemäß § 7 II TMG keine Überwachungspflicht bezüglich fremder Inhalte. Die Entfernungs- und Sperrungspflicht setzt erst dann ein, wenn der Anbieter Kenntnis von den rechtswidrigen Inhalten erhält. Wie dieses Wissen erlangt wird, ob durch einen Hinweis, eine Abmahnung oder beim „Surfen“, ist unerheblich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Juli 2015
  8. Paul27
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    Paul27 Neues Mitglied

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    Das hört sich plausibel und nach deutschem Gesetz an. Mir allerdings stellt sich auch die Frage, ob Du "Kirschblüte" mit Deinen Kunden einen Vertrag geschlossen hast. Dabei spielt es ja keine Rolle, ob Du das Design und Hosting übernimmst oder doch nur eins davon. Im Vertrag lassen sich doch solche Dinge, wie vorab schon zitiert, festhalten und somit bist Du auch aus der Nummer raus, wenn mal was sein sollte. Hattest Du deswegen schon mal einen Anwalt gefragt? Gerade das Internetrecht ist so eine heikle Sache. Da würde ich persönlich immer auf Nummer sicher gehen. ;)
     
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